Risiko- und Chancenbericht

 

Die Geschäftsfelder von Daimler sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Gleichzeitig ist es für den Daimler-Konzern wichtig, mögliche Chancen des Unternehmens zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Daimler-Konzerns zu sichern und auszubauen. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die jeweils in einem Risiko- und Chancenmanagementsystem gebündelt sind.

Risiken und Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Daimler-Konzerns haben können, und detaillierte Informationen zu unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem wurden in unserem Geschäftsbericht 2013 im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Im Übrigen verweisen wir auf die Hinweise zu den vorausschauenden Aussagen am Ende dieses Zwischenberichts.

Zu Beginn des zweiten Quartals 2014 bestehen weiterhin noch beträchtliche konjunkturelle Risiken für die Weltwirtschaft, wobei sich der geografische Fokus vor allem in Richtung der Schwellenländer verschoben hat. Insbesondere jene Volkswirtschaften, die aufgrund außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte auf den Zufluss von Kapital angewiesen sind, bleiben weiterhin gefährdet. Hier könnten sich im weiteren Jahresverlauf vor allem auf der Aktienmarkt- und Währungsseite erneute Einbußen einstellen, die letztendlich auch zu merklichen Wachstumseintrübungen führen würden. Besonders risikobehaftet wäre eine Eskalation zwischen Russland und den westlichen Nationen, an erster Stelle stünde hier eine sich beschleunigende Spirale von Sanktionen und Gegensanktionen. In China sind im Verlauf des ersten Quartals die Sorgen gestiegen, ob es am Finanzmarkt möglichweise zu unkontrollierten Entwicklungen kommt, sei es das Platzen der Kreditblase, die Insolvenz verschiedener Anlageprodukte oder ein Einbruch des Immobilienmarktes. Der Umbau der chinesischen Wirtschaft birgt zudem weiterhin die Gefahr einer „harten Landung“. In der Europäischen Währungsunion (EWU) zeigten sich gerade die Peripherieländer im ersten Quartal erstaunlich stabil, aber von einer vollkommenen Entwarnung bezüglich der Staatsschuldenkrise sind wir noch weit entfernt. In den USA haben sich die konjunkturellen Risiken deutlich verringert, was auch an der unerwartet reibungslosen Erhöhung der Staatsschuldenobergrenze liegt. Mit Beginn des neuen Fiskaljahres gibt es in Japan nun Sorgen, wie die Mehrwertsteuererhöhung auf die Realwirtschaft wirkt. Zurzeit nur mit relativ wenig Aufmerksamkeit bedacht sind die weiterhin schwelenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, die aber jederzeit wieder aufflammen könnten. Auf der Chancenseite steht an erster Stelle eine rasche Beruhigung und konjunkturelle Erholung der Schwellenländer. Aber auch die EWU könnte deutlich stärker als vermutet expandieren, wenn Reformen zügig angegangen werden und Investoren und Konsumenten entsprechend darauf reagieren. In den USA könnte das Wachstumstempo insbesondere dann noch stärker zulegen, wenn die Unternehmensinvestitionen an Zugkraft gewinnen.

Darüber hinaus hat sich unsere Einschätzung der Risiken und Chancen seit der Vorlage des Geschäftsberichts 2013 nicht wesentlich verändert.

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